Identität Quadrat

Was passiert mit meiner Identität, welche Struktur, Beschaffenheit hat sie im Verhältnis zur äußeren Welt, zu meinen Mitmenschen? Wie prägt meine Kultur meine Wahrnehmung und erschafft aus meinem Inneren ein Äußeres? Die Erkenntnisse die ich durch meine Arbeit gewinne, zeigen sich als momentane Eroberungen. Es ergeben sich Beständigkeiten, die ein Meer – ein Weltmeer der Unbeständigkeit – eröffnen. Das Menschliche als eigene Materie, als Ursprung interessiert mich. In dieser werden Eigenheiten deutlich, versachlicht, veranschaulicht in Teile und Stücke.

Die Beständigkeit der Unbeständigkeit, als Verflechtung von Innerem und Äußerem, in der das Wesentliche zum Vorschein kommt – ein Band zwischen den Widersprüchen. Es beruht auf der gegenseitigen Abhängigkeit. Das Gleiche wird zum Ungleichen – das Ungleiche zum Gleichen. Eine Dynamik – ein Strom, eine Bewegung. Es werden Spannungen erzeugt, die ein geladenes Feld verdichten, zu Einheiten werden, erneut in Vielheiten zerfallen, dennoch verbunden bleiben.

Die sinnliche Wahrnehmung, als von den Sinnen gelieferte Gewissheit, erweist sich als unzureichendes Fundament. Die Unnachgiebigkeit der sinnlichen Welt besteht neben der ständigen Bewegung der Wahrnehmung. Dabei entstehen Linien, die sich wie ein Geäst zwischen Knotenpunkten bilden. In der Begegnung von Innerem und Äußerem berühren sich zwei Seiten. An der Schnittstelle entsteht ein Selbstbewusstsein, was zu weiteren Erkenntnissen führt. Dabei wird meine Identität in Bewegung gebracht, gefestigt, erneut gelöst.